Werbung

Nur wenn Sie auf sich aufmerksam machen und sich immer wieder in Erinnerung rufen, werden Sie Ihre Geschäfte ins Laufen bringen. Im Zeitalter permanenter Reizüberflutung ist das nicht immer einfach.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Welche Kunden-/Zielgruppe möchte ich mit Werbung ansprechen/erreichen?
  • Welche Werbemaßnahmen sind in welchem Umfang geplant und wann?
  • Welche Medien werden eingesetzt?
  • An welche Zielgruppe wende ich mich?
  • Wie viele Finanzmittel sind dafür vorgesehen?
  • Ist Werbung überhaupt sinnvoll oder kann ich meine Zielgruppe anders günstiger oder zielgenauer erreichen?

Werbung

Werbung zielt darauf ab, das eigene Angebot bekannt zu machen, das Kaufinteresse zu wecken und somit den Absatz zu steigern.

Vermitteln Sie Ihrem Kunden einen Nutzen! Zeigen Sie ihm, warum sie bei Ihnen kaufen oder bestellen sollen! Heben Sie den Vorteil Ihres Produktes oder Ihrer Leistung hervor – besonders in der Einführungswerbung! Verbinden Sie mit Ihrer Werbung möglichst eine klare Handlungsaufforderung (z. B. "Kaufen Sie jetzt!", "Fordern Sie kostenlos ein Muster an!").

„Werbung ist die Kunst, auf den Kopf zu zielen und die Brieftasche zu treffen“. Diese Weisheit vom Werbeexperten Vance Packard macht deutlich: Gute Werbung macht dem Empfänger nicht nur Spaß und unterhält ihn. Sie erzeugt bei ihm Interesse, Identifikation und schließlich ein Kaufverlangen.

Werben Sie deshalb zielgruppengerecht und fragen Sie sich:

  • Welche Bedürfnisse und Wünsche hat meine Zielgruppe?
  • Wo leben meine potenziellen Kunden?
  • Wie und womit kann ich sie am besten ansprechen?

Sie verstärken den Effekt Ihrer Maßnahmen zusätzlich, wenn Sie immer mit dem gleichen Erscheinungsbild auftreten (Corporate Design). Grundlage ist ein einprägsames Firmenlogo, das einen Bezug zu Ihrer Leistung oder zu Ihrem Produkt herstellt. Ihr Logo und Ihr Firmennamen müssen in allen Werbemaßnahmen aufeinander abgestimmt und konsequent eingesetzt werden. Denken Sie aber daran, dass unter anderen Namen, Logos  schon von Anderen benutzt werden und somit geschützt sein können.

Planen Sie einen Werbeetat ein. Auch Kleinbetriebe sollten stets 2 bis 3 Prozent ihres Umsatzes in die Werbung investieren. In der Anfangsphase sollte es sogar noch etwas mehr sein. Disponieren Sie dabei auch langfristig und entscheiden Sie, wie viel Geld Sie für welches Werbemedium ausgeben wollen. Sparen Sie nicht an der Gestaltung Ihrer Werbemittel – eine billig aufgemachte Werbung kann das Gegenteil des Gewünschten auslösen!

Achten Sie bei der Gestaltung auf Klarheit und Prägnanz: Eine Werbung muss unmittelbar verstanden werden. Anzeigen, Prospekte oder Werbebriefe, die einen überfüllten Eindruck beim Empfänger vermitteln, werden durch Nichtbeachtung "gestraft" und erzielen folglich keinen Werbeeffekt. Fassen Sie sich also kurz und formulieren Sie in prägnanten und nicht zu langen Sätzen! Verwenden Sie starke Verben und lassen Sie Substantivierungen sein. Vermeiden Sie Nebensätze, Fremdwörter und "Wort-Ungetüme"! Wichtig ist auch ein einheitliches, angenehm lesbares Schriftbild. Negativdrucke (weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund) sollten ebenfalls vermieden werden, da sie schlechter lesbar sind.

Bilder und Graphiken sind gute Informationsträger und bleiben besser in Erinnerung. Außerdem ziehen sie auch rasch Aufmerksamkeit auf sich. Nutzen sie also Fotos oder zeichnerische Darstellungen, wo immer es möglich ist. Aber Vorsicht! Der positive Werbeeffekt hängt stark von der Originalität und Ausdruckskraft der Darstellung ab! Das Geld für einen guten Fotografen oder Grafiker ist deshalb sinnvoll angelegt.

Falls Sie mit Ihrer Anzeige eine Response erzeugen wollen (z.B. Bestellung eines Kataloges, einer Preisliste oder einer Produktprobe), so sollten Sie die Antwort so einfach wie möglich gestalten (z.B. Freiumschläge bei Direktmailings, Servicetelefon zum Ortstarif, einfaches Online-Formular).

Werbung gibt es für alle Sinne – auf Wunsch flächendeckend und rund um die Uhr. Welche Werbemaßnahme eingesetzt wird, hängt von Ihrer Werbestrategie und Ihrer Zielgruppe ab, ist aber auch eine Kostenfrage.

Wenn Sie Werbung schalten wollen, stehen Ihnen folgende Möglichkeiten offen:

1. Radio

Die Bedeutung von Radiowerbung – vor allem bei den Privaten – nimmt immer mehr zu. Nutzen Sie Lokalsender, um Ihre Kunden z. B. über Neueröffnungen, Sonderangebote und Sonderaktionen zu informieren. In der Regel wird damit eine breite, aber regional begrenzte Streuung erzielt. Für den Werbespot gilt: Am ehesten bleibt ein Markenname im Gedächtnis, wenn er innerhalb der ersten acht Sekunden (und danach noch mindestens zweimal) genannt wird.

2. Fernsehen

Reichweite, Wirkung, Erfolg: Kein anderes Medium wirbt erfolgreicher als das Fernsehen. Es bietet die besten Möglichkeiten, gerade wenn eine Werbekampagne ein hohes Maß an Emotionalisierung erreichen will. Für Existenzgründer/innen kommt sie aber wegen der hohen Kosten und Streuverluste trotzdem meist nicht in Frage. Eine Alternative: Kino-Werbung: Sie ist deutlich günstiger und deshalb gerade für regionale Anbieter sinnvoller. Wenn Sie z. B. ein Restaurant in unmittelbarer Nähe eines Filmtheaters betreiben, können Sie dort gezielt werben. Mit dieser Werbung können Sie besonders jüngeres Publikum ansprechen.

3. Printwerbung

Zeitungen, Illustrierte, Anzeigenblätter: Werbung gibt es überall. Während Sie mit Anzeigen in Tageszeitungen einen großen Publikumskreis ansprechen, ist Werbung in Anzeigenblättern lokal begrenzt, dafür aber billiger und vom Publikum intensiver gelesen. Ob in Farbe oder Schwarz-Weiß, viertel- oder ganzseitig, mit oder ohne Bild: Wie Sie Ihre Werbebotschaft am besten druckreif umsetzen, hängt von Ihrem Angebot ab. Machen Sie es dem Leser so einfach wie möglich: Schreiben sie groß genug (minimale Schriftgröße: 8 Punkt). Die Überschrift sollte kurz und prägnant sein und unbedingt den Marken- bzw. Produktnamen enthalten. Benutzen Sie Bilder, die zur Hauptaussage Ihrer Werbung passen bzw. diese ergänzen. Für den Fließtext gilt: Je kürzer, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er vollständig gelesen wird. Benutzen Sie keine Fremdwörter oder Rätsel. Und denken Sie an ein Response-Element (Coupon, Telefonnummer, Internetadresse), um die Wirkung der Schaltung überprüfen zu können.

4. Prospekte, Wurfsendungen, Werbebriefe

Achten Sie bei diesen direkten und kostengünstigen Werbeformen besonders auf die Gestaltung, damit Sie das Interesse Ihrer Kunden wecken. Hilfreich ist bei Werbebriefen auch die persönliche Ansprache Ihres Kunden. Adressen erhalten Sie z. B. über Auskunfteien, Adressbuchverlage und auch über die Industrie- und Handelskammern. Falls Sie das Verteilen von Wurfsendungen fremdvergeben, achten Sie darauf, dass Ihre Prospekte auch wirklich im Briefkasten landen - in Treppenhäusern abgelegte Werbung wird häufig nicht beachtet.

5. Internet

Auch online können Sie werben. Banner auf stark frequentierten Seiten sind besonders lukrativ, aber auch teuer. Eine andere Möglichkeit ist das so genannte „Suchmaschinen-Marketing“. Sucht ein Kunde über das Internet eine bestimmte Dienstleistung oder ein Produkt und gibt einen entsprechenden Begriff in die Maske einer Suchmaschine (z. B. Google) ein, so erhält er mehrere Anbieter für diesen Service. Ganz oben in der Ergebnisliste stehen die Anbieter mit den meisten Zugriffen auf ihre Homepage. Um einen dieser Topplätze zu ergattern, können Sie mehrere Tricks anwenden: Identifizieren und nutzen Sie die relevanten Schlagworte zu Ihrem Angebot. Verwenden Sie die Schlagworte im Content, den Sie Ihren Kunden anbieten. Der Content auf Ihrer Seite wird immer wichtiger und muss zu „Ihrem“ Thema passen sowie seriös sein (durch Quellen belegt). Auch eine Werbeschaltung auf google.de ist zu empfehlen. Das garantiert Ihnen einen prominenten Platz. Verlinken Sie außerdem möglichst viele Seiten mit Ihrer Homepage. Achten Sie aber dabei darauf, dass der Inhalt der verlinkten Seite seriös ist. Tragen Sie sich in gut besuchten Foren ein, die sich thematisch mit Ihrer Branche befassen und locken Sie so potenzielle Kunden auf Ihre Seite. Ansonsten gilt: Das Internet ist sehr schnelllebig. Fast täglich ändern sich die technischen Möglichkeiten und so müssen auch Sie ständig auf dem aktuellsten Stand sein, um Ihre Seite in den Suchmaschinen ganz nach oben zu bringen. Beachten Sie bei allen Internetaktivitäten die geltenden Datenschutzbestimmungen, da schon leichte Verfehlungen zu empfindlichen Geldbußen führen können.

5. SOCIAL MEDIA

Auch die Anzeigen (Ads) in Sozialen Netzwerken müssen optisch ansprechend, kurz & aussagekräftig sein. Doch das lohnt sich, denn Sie können hohe Reichweite für wenig Geld erzielen, Ihre Zielgruppe passgenau ansprechen, erweiterte Kommunikationsmöglichkeiten nutzen, schnell agieren u.v.m. Neben Ads können Sie auch eine Community aufbauen. Entscheidend für die Akzeptanz ist unter anderen: Glaubwürdigkeit, Authentizität und Kritikfähigkeit. Verstecken Sie daher keine Botschaften und treten Sie in den ehrlichen Dialog mit Ihrer Zielgruppe. Mit Gewinnspielen, Influencer-Aktionen oder regelmäßig gutem Content gewinnen Sie nicht nur Follower sondern auch Fans. Bedenken Sie aber, dass Social Media-Marketing ein Selbstläufer ist. Vielmehr erfordert es neben einer guten Strategie auch Ressourcen wie Zeit und Geld.

6. Außenwerbung

Häuserwand, Stadionbande, Litfaßsäule, Busse, Taxen, Zeppeline, Trikotwerbung, Eintrittskarten: In den letzten Jahren wurde das Angebot der Außenwerbung immer weiter ausgebaut. Werbung auf Verkehrsmitteln und an Stadtmöbeln (Bushaltestellen, öffentliche Toiletten) ist heute sehr gefragt. Für kleine Firmen kann sich das Verteilen von Handzetteln empfehlen. Auch Rabatte zur Einführung, Info-Stände und Promotion-Aktionen vor Ihrem Laden locken Kunden an. Die ansprechende Gestaltung Ihres Geschäfts ist ebenfalls eine wichtige „Visitenkarte“. Ein Getränkeshop, der einen überdimensionalen Bierkasten auf seinem Dach montiert, macht klar, was sein Geschäft ist – und mit etwas Überredungskunst beteiligt sich sogar die Brauerei an den Kosten.

7. Werbegeschenke

So lassen sich Kunden binden: Individuelle Werbegeschenke erhöhen die Kundenzufriedenheit und rufen Ihr Unternehmen in angenehme Erinnerung.

Mustertext: Werbung
Der Erstkontakt erfolgt durch persönliche Ansprache von Personalreferenten, die möglicherweise so von unserem Konzept überzeugt sind, dass sie unseren Service für ihre Mitarbeiter subventionieren. Dies macht sie zu einem attraktiven Arbeitgeber, insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels. Parallel wird Informationsmaterial in Restaurants verteilt, die unsere Zielgruppe in der Mittagspause aufsuchen, evtl. auch in After-Work-Clubs. Um die Kunden langfristig zu binden, sind beispielsweise “Dankeschön-Rabatte” eingeplant.